Broschüre "Zukunft braucht Vergangenheit", Anfänge der Hospizbewegung in Österreich
Die Broschüre ist vergriffen und kann hier als PDF-Datei herunter geladen werden.
INHALTSVERZEICHNIS
1. Vorwort Hildegard Teuschl, Franz Zdrahal, Andreas Heller
2. Die Geschichte der Hospizbewegung in Österreich: Zukunft braucht Vergangenheit
Anne Elisabeth Höfler
1. Einleitung
2. Die Anfänge der Hospizbewegung in Österreich im internationalen Vergleich
3. Von der Hospizidee zur Hospizbewegung in Österreich
4. Von der Bewegung zur Etablierung
5. Die Entwicklung in den österreichischen Bundesländern
6. Who is Who in der Hospizbewegung
7. Quellen
3. Hospiz Österreich
4. Die Österreichische Palliativgesellschaft
5. IFF - Palliative Care und Organisationales Lernen
6. Faxformular für die Fortschreibung der Geschichte
EINLEITUNG UND AUFBAU DER ARBEIT
Noch vor wenigen Jahrzehnten hätte sich wohl niemand die dynamische Entwicklung der
Hospizbewegung in Österreich zu
prognostizieren getraut. War der Hospizgedanke noch bis in die Achziger Jahre hinein in der österreichischen Öffentlichkeit weitgehend unbekannt, so sind zu Beginn des Jahres 2001 bereits österreichweit viele örtliche Hospizinitiativen gegründet; neben zahlreichen Mobilen Diensten in allen Bundesländern stehen Ende 1999 .184 Palliativbetten zur Verfügung. Ein weiterer Ausbau auf 400 Hospizbetten bis zum Jahre 2005 ist laut Krankenanstaltenplan vorgesehen.
In einigen Bereichen ist es der österreichischen Hospizbewegung gelungen, sich auch die Anerkennung von offizieller Seite zu verschaffen: Politische Mandatsträger bekunden ihren guten Willen zum Aus? und Aufbau der Hospizarbeit. Von der öffentlichen Hand werden beträchtliche Geldmittel zur Verfügung gestellt. Auch die Durchführung von Pilot? und Modellversuchen beweist, dass es zunehmend zum öffentlichen Anliegen wird, die Bedingungen für Menschen in der letzten Lebensphase zu verbessern.
Selbst in Grundausbildungen, wie in der Pflegeausbildung, hat Hospizarbeit Eingang gefunden. Die Integration von Hospiz? und Palliativmedizin in schulmedizinischen Ausbildungen ist noch offen. Mit interdisziplinären Lehrgängen, die beachtliches Interesse hervorrufen, wird versucht, Defiziten in der Regelausbildung zu begegnen.
Die mediale Verwertung der Hospizarbeit und öffentlich geführte Diskurse tragen dazu bei, Vorurteile und Mißverständnisse abzubauen.
Das Staunen über diese rasante Entwicklung war Inhalt in fast allen Gesprächen, die ich geführt habe.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Anfänge der Hospizbewegung in Osterreich zu beschreiben: Der Grundgedanke dabei ist, herauszuarbeiten, wie sich aus der Hospizidee von wenigen Menschen in den Siebziger und Achziger Jahren des 20. Jahrhunderts eine Bewegung entwickelt, die Anerkennung findet und sich in den Versorgungssystemen etablieren kann. Demgemäß werden im ersten Teil der Arbeit die Spezifika der österreichischen Entwicklung im internationalen Vergleich an Hand von konkreten Initiativen und Maßnahmen herausgearbeitet. Im zweiten Teil werden Personen, die maßgeblich zur Entwicklung beigetragen haben, genannt.
Die Arbeit stützt sich auf Informationen seitens der InterviewpartnerInnen und den angegebenen Schriftmaterialien. Für die Gespräche standen Personen zur Verfügung, die maßgeblich an der Entwicklung in Österreich beteiligt waren bzw. sind. Weiters haben die zuständigen hauptamtlichen GeschäftsführerInnen oder LeiterInnen von Einrichtungen Informationen zur Verfügung gestellt. Ausdrücklich möchte ich mich bei allen, die für Gespräche zur Verfügung standen, mir Unterlagen zukommen ließen und abschnittweise Texte auf die Sachrichtigkeit hin überprüft haben, bedanken.
Mit der vorliegenden Arbeit wird erstmals versucht, in umfassender Form die Anfänge der Hospizbewegung in Österreich zu beschreiben. Im Blick auf die dynamische Entwicklung kann diese Arbeit nur Fragment sein - der Anspruch auf Vollständigkeit wird ausdrücklich nicht erhoben; sondern ein Impuls gesetzt zur "Fortschreibung" der Geschichte der Hospizbewegung in Osterreich. Für Rückmeldungen und Ergänzungen bin ich dankbar.
Wien, im April 2001
Anne Elisabeth Höfler






