Nachlese

Ein Tag voller Inspiration und neuer Perspektiven

Am 26. September 2025 fand im Haus der Ingenieure in Wien sowie online der 8. Österreichische Palliativtag statt. Mit insgesamt 270 Teilnehmerinnen und Teilnehmern – davon 180 vor Ort und 90 online – war die Veranstaltung sehr gut besucht.

Mit dem vielfältigen Programm wurde ein Bogen von neurologischen Aspekten in der Palliative Care über den Umgang mit ME/CFS bis hin zu innovativen Themen wie Telemedizin, unterstützte Kommunikation und den Einsatz Künstlicher Intelligenz gespannt. Die Vorträge boten spannende und inspirierende Einblicke in Bereiche, in denen die Palliative-Care-Community oftmals nicht primär im Fokus steht. Besonders die Diskussion zu ME/CFS machte deutlich, dass viele Mitarbeitende zunächst unsicher waren, ob diese Patient:innengruppe in ihren Aufgabenbereich fällt. Im Austausch wurde jedoch klar, dass es – wenn auch nur eine Minderheit – Betroffene gibt, die aufgrund der Schwere ihrer Erkrankung von palliativer Betreuung profitieren können. Gerade die Multidisziplinarität und die besondere Fähigkeit der Palliative Care, individuelle Bedürfnisse wahrzunehmen, ermöglichen hier einen wertvollen Beitrag.

Weitere Höhepunkte waren der Vortrag und die Ehrung von Lisl Medicus, die für ihre Verdienste um die Errichtung des Lehrstuhls für Palliative Care an der MedUni Innsbruck ausgezeichnet wurde.

Der Palliativtag hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig es ist, neue Zugänge zu eröffnen, den interdisziplinären Austausch zu fördern und auch über den eigenen Fachbereich hinauszublicken.

Ausblick: Auch 2026 wird die Österreichische Palliativgesellschaft wieder zum Palliativtag einladen. Themen und Programm werden rechtzeitig bekanntgegeben – fest steht schon jetzt: Der Tag soll erneut Impulse geben, aktuelle Entwicklungen aufgreifen und Raum für Diskussion und Vernetzung bieten.